Gefahr gesucht – Höchstleistung gefunden

ADVERTORIAL. Auf die Idee, in einem 13-stöckigen Hochhaus statt den Aufzug zu nehmen die Treppe zu benutzen, um ins oberste Stockwerk zu gelangen, kommen die wenigsten. Das Ganze 194-mal hintereinander rauf und direkt wieder runter im Laufschritt zu absolvieren, klingt selbst für begeisterte Sportler abwegig und verrückt. Und doch: 22 Männer und Frauen nahmen sich genau dies kürzlich bei der 4. Weltmeisterschaft im Vertical Marathon vor. Im Treppenhaus des Annastiftes in Hannover liefen sie die Marathondistanz von 42,195 km unentwegt treppauf, treppab: 83.808 Stufen, 14.666,40 Höhenmeter, 5.044 Etagen mit 9.700 Wenden von 180 Grad auf den einzelnen Treppenpodesten. Siegzeit mit neuem Weltrekord: 10:13:01 h! Viereinhalb Stunden später hatte die letzte Teilnehmerin die volle Distanz bewältigt.

 

Gemeinsamkeiten in der Persönlichkeitsstruktur?

Was treibt diese Menschen an, eine solche Extremleistung überhaupt erbringen zu wollen? Dieser Frage ging Peter Boltersdorf nun intensiv nach. Der Gesellschafter der LUXX United GmbH vermutete, dass es Gemeinsamkeiten in der Persönlichkeitsstruktur der Teilnehmer geben müsse. Gemeinsam mit WM-Veranstalter Horst Liebetruth lud er sie zu dem standardisierten psychologischen Testverfahren LUXXprofile ein. 16 der WM-Teilnehmer stellten sich zur Verfügung.

Das mit dem psychologischen Institut der Universität Luxemburg entwickelte LUXXprofile bildet die menschliche Persönlichkeit individuell über 16 Motive ab. Sie repräsentieren die über die gesamte Lebensdauer stabilen Antriebe eines Menschen – wie zum Beispiel Neugier, Prinzipien oder Einfluss. Jeder Testteilnehmer erhält eine detaillierte Übersicht seiner spezifischen Ausprägungen in den einzelnen Motiven. Diese zeigen, wie sich seine Persönlichkeit im Vergleich zum Rest der Bevölkerung verhält.

Wenn Körper und Geist Tango tanzen

Erste Gemeinsamkeit beim Test der Treppenläufer: 14 der 16 Probanden zeigten eine signifikant hohe Ausprägung im Motiv Bewegung. „Das ist bei Sportlern natürlich grundsätzlich erstmal keine Überraschung“, gibt Boltersdorf zu. „Diese haben in der Regel ein stetig wiederkehrendes Bedürfnis, sich zu verausgaben. Bei unseren Teilnehmern ist das wichtigste Kriterium die intensive physische Erschöpfung am Ende der Belastung. Die muss bei Menschen mit dieser Persönlichkeitsprägung sehr groß sein, damit ein psychisches Wohlbefinden eintritt.“

WM-Teilnehmer Sascha Mörth beschreibt es so: „Wenn Körper und Geist Tango tanzen und Schmerz sich in Stolz verwandelt – dann fühle ich, dass ich lebe.“ Er spricht auch davon, wie er „jede Faser seines Seins“ auf dieses eine Ziel ausrichtet und wie viel Herzblut, Zeit und Arbeit er investiert. Lässt sich das allein mit einem hohen Bewegungsdrang bis zur Erschöpfung erklären?

No Risk, no Fun?!

Boltersdorf ließ ein anderes Ergebnis aufhorchen: Es zeigte sich deutlich eine Gemeinsamkeit der Probanden in einem weiteren Motiv – der Sicherheit. 13 Mal war dieses Lebensmotiv bei den Treppenläufern signifikant niedrig ausgeprägt. Und das unterscheidet sie von der deutlichen Mehrheit der Bevölkerung. „Sehr häufig kann man bei solchen Menschen beobachten, wie gern sie in herausfordernde Situationen gehen. Ein ruhiges und sicheres Leben ist ihnen nicht wichtig. Stattdessen mögen sie es, sich auszutesten und Grenzerfahrungen zu bestehen“, erklärt er.

Für viele andere hingegen ist es nicht nachvollziehbar, dass man bewusst an Grenzen geht und Gefahren auf sich nimmt. „Statistisch gesehen haben fast 85% der Menschen ein deutlich höheres Sicherheitsbedürfnis“, erläutert Boltersdorf. „Dabei erleben Persönlichkeiten mit signifikant niedriger Sicherheitsausprägung gerade in der Überwindung von Gefahr ihre ganz individuelle Belohnung.“

Aha-Effekte für Sportler und Trainer

Mörth bestätigt dies und zeigt sich begeistert: „Die ausführliche Auswertung bescherte mir zahlreiche Aha-Effekte. Es hilft tatsächlich, die eigene Biografie und die anderer Menschen besser zu verstehen – ein gutes Gefühl!“ Boltersdorf denkt noch weiter: „Von den Testergebnissen können im Sport vor allem auch die Trainer profitieren.“ Denn wenn es um Extremleistungen geht, gilt es, die passenden Persönlichkeitstypen zu finden und gezielt zu fördern. Mit der Kombination von „Bewegung signifikant hoch“ und „Sicherheit signifikant niedrig“ sind die relevanten Motive identifiziert. Sportler mit diesen diagnostizierten Ausprägungen haben – Talent und körperliche Möglichkeiten vorausgesetzt – sehr gute Aussichten, zu besonderen Höchstleistungen gebracht zu werden.

Nicht von ungefähr setzt etwa die Trainerakademie Köln des Deutschen Olympischen Sportbundes LUXXprofile in der Ausbildung von Diplom-Sporttrainern ein. Denn neben dem Individualsport – wie beim Vertical Marathon – hilft das Tool auch im Mannschaftssport. Es braucht in einem ausgewogenen Team für den gemeinschaftlichen Erfolg immer auch diejenigen mit niedriger Ausprägung des Motivs Sicherheit: eben die, die Risiken eingehen, Grenzen austesten und neue Herausforderungen suchen. (Info: Veranstalter)

Weitere Infos: www.luxxprofile.com

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