24. hella hamburg halbmarathon: Sonne und reihenweise Rekorde

SZENE. Was für ein Rennen! Bei hochsommerlichem Wetter und blauem Himmel legte der hella hamburg halbmarathon wieder einmal nach – sowohl bei der Teilnehmerzahl als auch bei der sportlichen Spitze. Mit einer neuen Streckenführung wurde der Lauf sehenswerter und ein wenig schneller: Die Steigungen Helgoländer Allee und nun auch der „Hügel“ Rothenbaumchaussee entfallen. Dafür gibt es kurz vor dem neu gestalteten Zieleinlauf noch einen Anstieg, zur Belohnung gibt es aber einen Blick auf den Fernsehturm – und einen langen blauen hella-Teppich vor der Ziellinie. Das Interesse war groß wie nie zuvor; das 14. Jahr in Folge gab es eine Rekordzahl an Voranmeldungen.

Elf Minuten dauerte es nach dem Startschuss auf der Reeperbahn, bis alle Läufer durch die zwei Startbögen waren (diese wurden verengt, um Staus auf den ersten Kilometern der Laufstrecke zu entzerren). Die Dichte der Läufer pro Kilometer ist hier höher als bei manch anderer großen Hamburger Laufsportveranstaltung – und das Tempo auch.

Trotz aller Vorsichtsmaßnahmen gab es einen Unfall: Laura Hottenrott, als schnellste Deutsche favorisiert, stürzte und musste das Rennen vorzeitig beenden. Fabienne Amrhein, als zweitschnellste Deutsche gesetzt, sah sich nach ein paar Kilometern unerwartet alleine vorne. Noch weiter davor und auf Streckenrekordkurs lag eine kenianische Vierergruppe. So schnell, dass selbst die bisherige Streckerekordhalterin Flomena Chepchirchir auf der Kennedybrücke schon abreißen lassen musste.

Hohes Tempo auch bei den Männern: Hier lag zur Halbzeit eine Spitzengruppe aus drei Kenianern (Lomwai, Kiprono, Misoi) und einem Äthiopier (Tadesse) vorne. Schnellster Deutscher zur Halbzeit: Tobias Blum, schnellster Hamburger: Mourad Bekakcha.

Das Hauptfeld der Läufer kommt kurz nach dem Start die Reeperbahn herunter
Copyright :Dierk Kruse,

Im Ziel dann Spannung pur: In einem sehenswertes Ziellinienduell kämpfte sich Kalipus Lomwai (Kenia) die letzte Steigung nach oben und gewann in 1:01:22 h mit denkbar knappen drei Sekunden vor Emmanuel Kiprono (ebenfalls Kenia). Schnellster Deutscher blieb auch Tobias Blum mit einer um eine Minute verbesserten persönlichen Bestzeit – und das im ersten Wettkampf nach einer Krankheitsphase. Philipp Baar, zweitschnellster Deutscher, war zufrieden – auch wenn es für ihn aus dem Marathontraining heraus nicht ganz optimal gelaufen war. Schnellster Hamburger: Hailezgi Meresie. Überraschend war Mourad Bekakcha auf der zweiten Hälfte ausgestiegen. Zweitschnellster Hamburger war Christian Hiller.

Um sieben Sekunden verbesserte Gladys Jeptepkeny den Streckenrekord von Flomena Chepchirchir und lag im Ziel doch nur fünf Sekunden vor ihrer Verfolgerin Nancy Jelagat. Fabienne Amrhein wurde in um 15 Sekunden verbesserter persönlicher Bestzeit schnellste Deutsche. „Die erste Hälfte war noch ok, aber dann wurde es durch Hitze und Wind anstrengend.“ Noch eine (gewünschte) persönliche Bestzeit gab es durch die schnellste Hamburgerin Svenja Meyer („war Mininmalanforderung!“). Neben dem Melderekord (12.323), den persönlichen und Streckenrekorden gab es zudem noch einen Finisherrekord (9.238) – und mit 2.850 Euro eine Rekordsumme an Spenden. (Info: Veranstalter)

Foto-Titel: Heiko Dobrick / Start an der Reeperbahn

Männer:

  1. Kalipus Lomwai (KEN), 1:01:22
  2. Emmanuel Kiprono (KEN) 1:01:25
  3. Jiksa Tadesse (ETH) 1:02:19
  4. Maru Teferi (ISR) 1:02:22
  5. Brimin Misoi (KEN) 1:02:36
  6. Bernard Korir (KEN) 1:03:17
  7. David Kogei (KEN) 1:03:23
  8. Roncer Kipkorir Konga (KEN) 1:03:35
  9. El Hassan Oubaddi (ESP) 1:04:00
  10. Philmon Kipkorir Maritim, 1:04:19
  11. Tobias Blum, LC Rehlingen, 1:04:38 (schnellster Deutscher)

  1. Philipp Baar, ART Düsseldorf, 1:05:47 (zweitschnellster Deutscher)

  1. Hailezgi Meresie (ERI), fit4run Süderelbe, 1:11:04 (schnellster Hamburger)
  2. Christian Hiller, Turnerbund Hamburg Eilbeck, 1:11:43 (zweischnellster Hamburger)

 

Frauen:

  1. Gladys Jeptepkeny (KEN), 1:10:13
  2. Nancy Jelagat (KEN), 1:10:18
  3. Milliam Ebongon (KEN), 1:10:34
  4. Flomena Chepchirchir (KEN), 1:12:28
  5. Fabienne Amrhein, MTG Mannheim, 1:12:56 (schnellste Deutsche)
  6. Faith Chepkoech (KEN), 1:15:31
  7. Svenja Meyer, hamburg running, 1:17:11 (zweitschnellste Deutsche und schnellste Hamburgerin)
  8. Sarah Jebet (KEN), 1:17:30
  9. Hellen Mueni Mutheu (KEN), 1:18:07
  10. Natalie Jachmann, LG Flensburg, 1:19:12

Die vollständigen Ergebnislisten können hier eingesehen werden: www.hamburg-halbmarathon.de/ergebnisse/

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