6. SportScheck Run: Prächtige Bedingungen in Köln

SZENE. Die Sieger des sechsten SportScheck-Laufs in Köln heißen Dominik Fabianowski und Lisa Jaschke. Beide sicherten sich damit auch die inoffizielle Kölner Stadtmeisterschaft. Jaschke vom Kölner Laufladen Bunert gewann klar in 40:39 min mit knapp zwei Minuten Vorsprung vor Teamkameradin Alice Lüchtefeld (42:15 min). Fabianowski vom ASV Köln war nahezu in gleicher Weise überlegen und gewann in 34:04 min vor Simon Dahl (Bunert) in 35:11 min. Mehr als 1.050 Läuferinnen und Läufer konnten auf der neu konzipierte Strecke finishen, darunter auch sechzig Schüler. Prächtiges Sommerwetter lockte zahlreiche Zuschauer an die Strecke, für die Läufer war es vielleicht sogar etwas zu viel des Guten. Bei knapp dreißig Grad kamen insbesondere die Teilnehmer des Hauptlaufs mächtig ins Schwitzen, denn der wurde in voller Mittagssonne um 12:30 Uhr angeschossen. Der Kölner Dom, der Bahnhof, die pittoreske Altstadtseite und zwei Rheinbrücken bildeten die passend schöne Stadtkulisse unter einem strahlend blauen Himmelszelt.

Von Michael Schardt (Text und Fotos)

Die Kreativabteilung des Ausrichters „Pulsschlag“ hatte zum dritten Mal das Logistikzentrum verlegt und zum sechsten Mal eine neue Strecke konzipiert. Hatte man anfangs am Neumarkt Quartier bezogen, war später der Rudolfplatz Dreh- und Angelpunkt der Veranstaltung gewesen und nun Start und Ziel auf die rechte Rheinseite verlegt worden, ziemlich genau zwischen Hohenzollern- und Deutzer Brücke in unmittelbarer Nähe zum Flussufer. Drei Läufe waren an diesem Sonntagvormittag im Angebot, einen für Schüler über 2,3 km, dann der Jedermannslauf über eine Runde (5 km) sowie der Hauptlauf über 10km (zwei Runden). Dabei ist die neue Runde für Erwachsene nicht identisch, aber sehr ähnlich mit jener Runde, die zwei Monate zuvor schon beim Galeria-Kaufhof-Lauf abgesteckt worden war, nur dass diesmal in die andere Richtung gelaufen wurde. Vom Start geht es zum Tanzbrunnen, von dort zur und über die Hohenzollernbrücke, ein Stück am linken Rheinufer entlang und über die Deutzer Brücker wieder zum Ausgangspunkt zurück. Die Strecke ist abwechslungsreich und knifflig, bietet verschiedene Untergründe und gar Treppen sowie enge Richtungswechsel. Weder das Wetter noch die Streckenführung ließen überragende Ergebnisse erwarten. Um eine optimale Versorgung zu ermöglichen, hatte der Veranstalter weitere Wasserstellen eingerichtet.

Start vor Rheinkulisse

Aufgrund der engen Streckenführung war die Teilnehmerzahl auf 1.200 Läufer begrenzt und schon vor dem Termin erreicht worden. Trotz eines verhältnismäßig deftigen Startgeldes hieß es zehn Tage vor Anmeldeschluss: „Ausgebucht“. Besonders beliebt dabei der Hauptlauf, der es auf 779 Finisher brachte, der Jedermannslauf sah 239 Zieleinläufe.

Nicht alles geben musste ASV-Athlet Dominik Fabianowski, um sich den Sieg zu sichern. Der Mann, der beim letzten Köln Marathon erstmals unter 2:20 h geblieben war und in guter Form einen Zehner in gut dreißig Minuten absolvieren kann, gewann den SportScheck-Run in 34:04 min sicher vor Simon Dahl in 35:11 min und Rene Spanier (Intercityhotel West) in 37:01 min. Neun Läufer blieben unter vierzig Minuten. Bei den Frauen war Lisa Jaschke eine Klasse für sich. Sie gewann klar in 40:39 min. Spannend wurde es um Platz zwei, wo Alice Lüchtefeld Zane Grike (Lübbers mpt) im Spurt niederrang und sich Silber in 42:15 min sicherte gegenüber 42:27 min.

Praktisch ohne ernsthafte Konkurrenz blieb im Jedermannslauf Favorit Daniel Singbeil (Bunert). Er hatte schon nach der Hälfte der Strecke auf der Eisenbahnbrücke einen riesigen Vorsprung, den er bis ins Ziel auf nahezu drei Minuten anwachsen ließ. Er siegte in 16:32 min vor dem vereinslosen Matthias Fischer (19:11 min) und Robin Pesch vom Dreambig Sportsclub (19:17 min). Das waren zugleich die drei Männer, die unter zwanzig Minuten blieben. Hinzu zu diesem exklusiven Klub gesellte sich die schnellste Frau und Einlaufdritte Claudia Schneider (Bunert), die 19:37 min brauchte. Es folgten Alexandra Tiegel (TV Refrath) in 20:39 min und die vereinslose Thanh Le (Intercityhotel West) in 24:11 min.

Siegerin über 5 km: Claudia Schneider

Das neue Start-Ziel-Areal erwies sich mit seinen Ruhezonen und weitläufigen Wiesenfläche als sehr läuferfreundlich. Die Touristenströme an den Rheinufern und auf der Eisenbahnbrücke bekamen die Ordner nach anfänglichen Schwierigkeiten sehr gut in den Griff. Als günstig erwies sich auch, dass beide Erwachsenenläufe nun auf der gleichen Runde stattfinden. Mehrere Gründe, die dafür sprechen, hier verbleiben zu wollen.

Foto: Titel: Das Siegertrio über  10 km: v.l. Simon Dahl (2.), Sieger Dominik Fabianowski, Rene Spanier (3.)

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