Sieger Daniel Schmidt wirft nur einen kurzen Blick auf die Müngstener Brücke

CROSS & TRAIL. Auch die Bergischen Läufer rüsteten sich am 31.12.2017 zum Silvesterlauf. Der in Remscheid fand nunmehr schon zum 14-mal statt, wobei man auch hier immer noch sagt,, es wäre die 14. Neuauflage. Bereits in den 80er Jahren wurde die anspruchsvolle 14 km Strecke unter die Füße genommen, wobei sich damals auch der eine oder andere deutsche Top Läufer zum Jahresende versuchte. Das dieser irgendwann von der Bildfläche verschwand lag an der Umstrukturierung des ausführenden Vereines. Umso mehr freute man sich darüber das der Reinshagener TB und der Lüttringhauser TV dieses wieder aufleben ließen.


Einfacher ist die Strecke seitdem nicht geworden. Die 7 km Wendepunktstrecke auf Pfaden des Remscheider Röntgenlaufes lies auch in diesem Jahr keine Wünsche offen. Der Blick auf die Müngstener Brücke, Deutschlands höchster Eisenbahnbrücke mit 107 m Höhe, die man nach ca. Km  bzw. km 11 durchläuft lassen die Herzen höher schlagen. Nicht zuletzt auch deswegen, da das Strecken Profil einem Waschbrett ähnelt. Ein ständiges auf und ab fordert den Läufern alles ab.

Durch den Regen der letzten Tage sowie dem kurzen aber heftigen Wintereinbruch vor 1 Woche im bergischen, war der Boden teilweise tief und rutschig und so war es wohl eher ein langer Cross als ein Waldlauf. Dies meinte auch der Seriensieger Daniel Schmidt von der LG Vulkaneifel. Als Remscheider ist es seit Jahres eine Herzensangelegenheit für Ihn, diesen Lauf zum Jahresabschluss zu bestreiten.

In der Einführungsrunde im Stadion Reinshagen überließ er zwar noch Altmeister Arnd Bader die Führung, setzte sich aber nach Eintritt in den Wald an die Spitze und zog einsam eine Bahnen. Sein eigener Streckenrekord von 46:35 min blieb aber unangetastet.  Als er als Sieger wieder ins Stadion zurück kam waren dann 4 min. mehr Zeit auf der Uhr zu sehen, dennoch  ist bei diesen Bedingungen eine Zeit von 50:38 min als hochwertig anzusehen. Schmidts Blick geht nunmehr Richtung 2018 wo er weiter mit der LG Vulkaneifel sich auf die Meisterschaften konzentrieren möchte. Durch einige starke Neuzugänge wäre es jetzt eine Aufgabe es überhaupt in die 1.Mannschaft zu schaffen, sagte er mit einem Augenzwinkern. Cross DM sowie die Halbmarathon DM in Hannover im März und April wären hier seine nächsten Ziele.

Andere Ziele hat sich Remscheids Altmeister Arnd Bader gesetzt. Mit nunmehr 51 Jahren als Gesamtzweiter in 53:20 min. die junge Garde in Schach zu halten, zeigt aber dass sein Feuer noch nicht erloschen ist. Auch 2018 möchte sich der ehem. Leistungsschwimmer und Topläufer mit Bestleistung von 30:13 min über 10 km wieder dem Swim & Run widmen. Beides Sportarten, die er seit über 40 Jahren mit Leidenschaft betreibt, hier ideal kombiniert. Auch hier sehen die Starter die seine Söhne sein könnten meist nur seine Badekappe bzw. Laufschuhe von hinten. Dritter wurde der erst 19-jährige Julius Drees vom Tri Club Wuppertal (54:24 min).

Auch bei den Damen gab es einen Remscheider Sieg. Sina Böhne vom Team Tri Force Vital konnte sich in 1:02:33 h) souverän durchsetzen. Nachdem sie durch einen Bänderriss 3 Monate mit dem Training aussetzen musste, sollte dieser Lauf eigentlich mehr als Test dienen. Dass dieser so erfolgreich endete freute sie umso mehr. 2018 möchte sich mehr dem Triathlon widmen und für das Kölner Team Mach3 in der NRW Liga bei den Damen starten. Mit Katharina Urbainczak wurde eine vereinslose Läuferin aus Remscheid in 1:05:09 h zweite. Ganz unbekannt war diese nicht , konnte sie doch bereits beim Halbmarathon des Röntgenlaufes auf sich aufmerksam machen. Dritte Frau wurde die in der Masterklasse startende Anke Brenner  vom LT SV Hönningen.

Auch wenn die Vormeldungen noch sehr schleppend liefen war man seitens des Veranstalters mit den über 230 Anmeldungen zufrieden. Die Kosten wurde gedeckt. Dass es hierbei nicht ums Geld verdienen geht, sieht man auch an den Startgeldern. 6 € bei Vormeldung und 8 € wenn man sich am Veranstaltungstag eine Startnummer kauft sind unschlagbar und lassen die bergische Laufszene am letzten Tag des Jahres immer wieder zusammentreffen.

TEXT und FOTO: Andreas Menz

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