Getestet: Polar M600

PRODUKTTEST. Die Neue von Polar

Marktführer wagt den Einstieg Einstieg in die Smarwatch-Szene

 

Mit der im Sommer 2016 ausgelieferten M600 verbindet Polar die Sportfunktionen seiner Handgelenkscomputer mit dem Portfolio einer Smartwatch, wie sie heute schon von zahlreichen Anbietern auf dem Markt sind.

Die M600 besticht mit ihrem ARM Coretex-A7 Prozessor und 1,2 GHz Taktung durch hohe Leistung. Dem Betriebssystem stehen 4 GB Speicher und 512 MB Arbeitsspeicher zur Verfügung. Mit 500 mAh steht ein Akku mit beschränkter Kapazität bereit.

Die Smartwatch bietet die meisten Funktionen, die es schon bei der M400 gab. Allerdings ersetzt sie nicht andere Spitzenmodelle mit ihren zahlreichen Funktionen und Unterfunktionen, von denen bei der M600 einige ausgespart wurden. Es lag auch nicht in der Absicht von Polar diese vollständig in die M600 zu integrieren. Viele Funktionen dürften für die meisten M600-Nutzer auch gar nicht relevant sein.

Pulsmessung ohne Brustgurt

Erstmals bietet Polar mit der M600 die Pulsmessung ohne Brustgurt an. Zum Herzstück der neuen M600 gehört die Eigentwicklung der sechs LED-Pulssensoren an der Unterseite der Uhr. Diese ermöglichen die Pulsmessung über die Haut. Lediglich starke Körperbehaarung oder ein Tattoo am Handgelenk direkt unter der Uhr könnte die Messung verfälschen.

Mit dem Smart Coaching stehen zahlreiche Funktionen zur Verfügung, die das Training sinnvoll analysieren und dokumentieren. Selbst ambitionierte Läuferinnen und Läufer (auch für andere Sportarten) finden hier genügend Funktionen. Polar hat hierzu seine eigene Trainings-App vorinstalliert. Das 24/7-Activity-Tracking zählt die Schritte des Tages zählt und berechnet darauf basierend den Kalorienverbrauch und die zurückgelegte Distanz berechnet. Schlafdauer und -qualität können überwacht werden.

Die M600 hat GPS und Glonass (russisches Gegenstück zu GPS) an Bord und realisiert damit eine hohe Genauigkeit bei der Positions- und Geschwindigkeitbestimmung. Zudem ist die M600 WLAN-fähig.

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Als Smartwatch bietet die M600 dank der dazugehörigen Software Android Wear zusätzlichen Funktionsumfang, dem mit dem Fortschreiten der App-Enwicklungen kaum Grenzen gesetzt sind. Einige interessante Funktionen werden bereits mitgeliefert: Sprachsteuerung (inkl. Übersetzungsprogramm von und nach verschiedenen Sprachen), Annehmen und Ablehnen von Anrufen, Anzeige und Beantwortung von Nachrichten, Navigation, Wetterbericht, Kalender und Musiksteuerung/-wiedergabe. Zum Musikhören ohne Smartphone via Bluetooth-Kopfhörer stehen rund 2,5 GB freier Speicherplatz zur Verfügung. Das M600 besitzt ein 1,3 Zoll TFT-Display (240×240 Pixel) und stellt selbst kleine Schrift und Icons sauber dar. Im Dunkeln sorgt eine Hintergrundbeleuchtung für ausreichend Sicht. Im direkten Sonnenlicht hingegen ist das Display weniger gut ablesbar.

Perfekt wasserdicht

Die Verwendung von besonders gehärtetem Gorilla Glas 3 schützt vor Kratzern und Bruch. Das Display wird per Touch-Gesten gesteuert und braucht daher nur zwei physische Tasten (links am Gehäuses und unterhalb des Displays). Die Akkulaufzeit der M600 ist stark vom Betriebssystem des verbundenen Smartphones abhängg. Die bis zu 48 Stunden bei Verwendung mit Android-Geräten halbieren sich bei einem iOS-Gerät nahezu (Normalbetrieb, ohne GPS und Pulsmessung). Im Sportmodus sinkt die Akkulaufzeit dann gleichenmaßen auf acht Stunden bzw. die Hälfte. Doch mit acht Stunden GPS, optische HF-Messung und Musikwiedergabe hat die Polar M600 aktuell kaum Konkurrenz. Der Akku kann bequem mit dem begelegten USB-Kalbel mit speziellem Magnetkontakt aufgeladen werden. Allerdings fiel im Test auf, dass bei ständiger Bluetooth-Verbindung mit der Uhr der Akku des Smartphones meist eher schlapp macht, als der der M600.

Bedenken bei Schlechtwetter muss man mit der M600 nicht haben, sie ist wasserdicht bis zu einer Tiefe von 10 Metern und hebt sich mit der IPX8-Klassifizierung deutlich von der Konkurrenz ab – auch mit ihrem angemessenen Preis von 349 Euro. Wolfgang Weising, Foto: Polar

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