TRAININGSPRAXIS LAUFEN: Leistungsreserven im Ausdauertraining für 2017 erschließen

TRAINING.

1.Eine Kombination des aeroben Ausdauertrainings mit speziellen Krafttraining (Hantelkraft und BAL)

2.Erschließen von Reserven aus dem aerob-anaeroben Übergang (4 bis 7 mmol/l Laktat) zur Optimierung der „Schwellenentwicklung“. Dabei nehmen extensive Tempoläufe mit Überdistanzlänge orientiert am 15 km-Tempo und Dauerlauf–Tempowechsel -TE als „aerobes Qualitätstraining“ im Entwicklungsbereich eine wichtige Stellung ein.

3.Mehr und reizwirksame Kraft (Fußkraft – Kraft im Zentrum – Oberkörperkraft) und Beweglichkeit als Voraussetzung zur Erhöhung des Vortriebs (Schrittoptimierung/Schwerpunkt Schrittlänge) und zur Verbesserung der VO2max (Leichtlauftechnik)

4.Verbesserte Geschwindigkeitssteuerung auf der Grundlage der individuell-aktuellen Leistungsdiagnostik- bzw. Testergebnisse über 15 km bei Reduzierung unwirksamer Trainingseinheiten (Leerkilometer) zugunsten von mehr Trainingseinheiten mit optimaler Geschwindigkeits-Umfangsgestaltung

5.Trainingswettkämpfe mit Testcharakter in Phasen der Leistungsausprägung zur Unterstützung der Entwicklung aus hohen Umfängen, auch ziur Entwicklung der mentalen Stärke

6.Vorausschauende Entwicklung einer speziellen Belastbarkeit als Voraussetzung zur Erhöhung spezieller Ausdaueranteile und als Verletzungsprophylaxe

7.Ein verbessertes Belastungs-Erholungsregime (3:1/ 2:1/ 1:1 Zyklen mit Physioprophylaxe) erhöht die Transformation/Umsetzung realisierter Belastungen im Sinne des Leistungsgewinns.

8.Eine systematische Verkürzung der Pausen im Tempolauftraining sowie deren aktive Gestaltung (Laufpausen) sind wirksame Mittel der Belastungsgestaltung.

9.Schnelligkeits-, Schnelligkeitsausdauer-, und Schnellkraftausdauertraining sind für die schnellen Laufdisziplinen (800 – 5.000) frühzeitig, als Teil der Gesamtbelastung einzusetzen.

10.Gut vorbereitete wettkampfnahe Trainingsformen, wie Tempoläufe und offensive, tempoorientierte Aufbauwettkämpfe im Bereich hoher anaerober Azidose (12 – 16 mmol/l Laktat oder 95-98 % der Zielgeschwindigkeit) – bei relativ langen Strecken – beeinflussen den Leistungsfortschritt im Bereich der Kurz- und Mittelzeitausdauerdisziplinen

11.In den Langzeitausdauerdisziplinen ist dem Fettstoffwechseltraining (> 90 Minuten) mit Entwicklungscharakter eine größere Aufmerksamkeit zu widmen.

12.Im Hindernislauf muss dem Motorik- und Hindernis – Rhythmustraining sowie der parallelen  5.000 m – Leistungsentwicklung eine höhere Priorität zukommen. (von Lothar Pöhlitz)

 Foto: Jörg Valentin / DM-Jugend U18 über 3.000 m in Mönchengladbach

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*