Mit Sinn und Verstand zur neuen Bestzeit!

TIPPS VOM PROFI. Große Leistungsprünge können gelingen, wenn man mit Überlegung und System an die Sache heran geht. Wir zeigen Euch wie es gehen könnte, das man schneller zum Erfolgsziel kommt. Bei der 21-jährigen Tanja Spill (LAV Bayer Uerdingen) hat`s funktioniert. Die Nachwuchssportlerin ist jetzt 2:01,63 min über 800 m gelaufen. Bestzeit!  Gratulation! Lothar Pöhlitz gibt Euch nachfolgend Tipps wie auch Ihr Eure Basis auf der Mittelstrecke verbessern könnt.

 

Von Lothar Pöhlitz

Die Schnelligkeit begrenzt alles – maximale Sprints zwischen 20 m – 60 m alaktazid sind ganzjährig Basis

 

*          Das Maß für die Schnelligkeitsausdauer ist die 400 m Unterdistanzleistung.

Die Schnelligkeitsausdauer mit Strecken zwischen 60 – 300 m für die 400 m Leistungsentwicklung wird zu oft unterschätzt oder ganz weggelassen

 

*          Die 3 Energiesysteme aerob – anaerob – anaerob-alaktazid sind parallel zu entwickeln

 

*          400 m -Tempo-, 800 m-Tempo- und 1.500 m -Tempoprogramme haben aber den größten Einfluss auf das finale 800 m – Ergebnis bei Wettkampfhöhe-punkten (VL, ZL, HF, F)

 

*          Muskeln speichern Energie und lernen sie anforderungsgerecht, also bei schnellen Bewegungen, wieder abzugeben – der Sauerstoff in der Muskulatur muß bis ins Ziel reichen

 

*          Maximalkraftorientiertes schnelles Krafttraining 65-85 % v. Maximum ist eine Voraussetzung für 800 m schneller

 

*          Explosive Sprünge / Plyometrics bereiten auf der Grundlage möglichst gut ausgebildeter Schnellkraft die S & SA vor

 

*          Die 800 m Leistung wird auch von der Kraft der Fußgelenke, der Vorfußlauftechnik und einem stabilen Zentrum wesentlich mitbestimmt

 

*          Das Niveau der V02max und die Laktattoleranz sind Voraussetzung für das wettkampfspezifische Qualitäts-Ausdauertraining – dafür sind harte TL zwischen 3´- 5´ Länge oder aerob-anaerobe Berganläufe am besten

 

*          Nach den ersten schnellen 500 – 600 m entscheiden nämlich die Laktat-toleranz, die Spurtkraft und die mentale Stärke über die letzten 200 m

 

*          Kurze (6-15 s) und mittlere (30-90 s) Berganläufe schnell (im 400 m bzw. 800 m Tempo) unterstützen die Unterdistanzentwicklung

 

*          Mögliche Komplikationen in 800 m Rennen werden durch die Beherrschung der taktischen Komponenten und die Übersicht in jeder Rennsituation vermieden, mein Tipp: meide im Pulk die Innenkante

 

*          Die Laufökonomie – wenig Energieverbrauch bei hoher Geschwindigkeit – wird durch eine beherrschte „Leichtlauftechnik“, durch mehr Gelenkbeweglichkeit, Balance, Koordination und Präzision in der Fußarbeit verbessert

 

*          Die mentale Stärke und das Selbstvertrauen für den Wettkampf wird vor allem durch lange schnelle Läufe wettkampfnah im Training erworben – lerne in weniger als 2 Minuten alle Reserven zu erschließen – der Schmerz sagt Dir schließlich ob Du an Deine Leistungsgrenze gegangen bist.

 

*          Um 400 m- oder 800 m – wettkampfnahe Geschwindigkeiten bzw. auch Tempoprogramme mit kurzen Pausen im Training zu bewältigen sind für diese Strecken leistungsstärkere Sparringspartner besonders wichtig.

 

*          Reicht das „Schnellkraft- / Schnelligkeits-Erbe“ – die Talentvoraussetzungen für die 800 m Strecke nicht sollte rechtzeitig – ohne die Unterdistanzausbildung aufzugeben – die 1.500 m Leistungsentwicklung parallel verfolgt werden.

Foto: privat

 

 

 

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