Die aerobe Kapazität darf in Wettkampfperioden nicht absinken

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TRAINING. Wenn die Sommersaison in ihr letztes Drittel kommt kann man nicht selten beobachten, das die Regenrationsfähigkeit nachlässt und die Ausdauer spürbar absinkt. Ursache ist das Langstreckler in Wettkampfetappen „fahrlässig“ mit ihrem Trainingsumfang und ihrem aeroben Basisniveau umgehen. Deshalb sollte zwischen wichtigen und weniger wichtigen Wettkämpfen unterschieden werden. In weniger wichtigen Wettkampfwochen kommt dem Trainingsumfang zur Erhaltung der Basisausdauer eine oft unterschätzte Bedeutung zu. Oft wird auch in den 4 Monaten von Mai bis August auf Zwischenwettkampfphasen verzichtet. Für die wenigen Jahreshöhepunkte mit dem Ziel der höchsten sportlichen Form helfen die Wochen mit den bisher besten Wettkampfergebnissen als „Musterwochen“ in der Gestaltung. Sie werden durch neue Erfahrungen ständig optimiert und geben dem Läufer schließlich die notwendige Sicherheit für den angestrebten Erfolg. In solchen Wochen wird in der Regel nur 1 Qualitäts-Trainingseinheit am 4.Tag vor dem Rennen mit umfangreichen Maßnahmen zur optimalen Regeneration verbunden. Wenn also am Samstag der Wettkampf stattfindet ist am Dienstag das letzte wichtige Training (Superkompensation) zu planen.

 

Von Lothar Pöhlitz

Langstreckler mit großen Umfängen reduzieren ihre Kilometer um bis zu 30 %, die mit nur mittleren Umfängen um 20 %. Die langen DL und die langen TL werden ebenfalls umfangsreduziert, sollten aber weiterhin reizwirksam im Sinne des Wettkampfzieles durchgeführt werden. Läufer des Elitebereiches behalten oft trotz Wettkampfteilnahmen ihren hohen Trainingsumfang (auch im Sommer – Höhentraining) bis etwa 3 Wochen vor dem jeweiligen Höhepunkt bei. Nicht selten schließen sie an die weniger wichtigen Wettkämpfe in Leistungsaufbauphasen zum Höhepunkt hin nach einer Pause von 15 – 30 Minuten noch ein Intervallprogramm mit kurzen Läufen an. In solchen Wochen sind neben dem Wettkampf 2 Qualitätstage üblich. Praxis ist auch nach 2 – 3 Rennen ein sogenanntes 2 Wochen – Zwischenwettkampftraining einzuschieben.

PastedGraphic-2 (2) pöhlitz mai 2016

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Die größten Fehler die man in Rennen auf dem Weg zu einer persönlichen Bestleistung machen kann passieren innerhalb der ersten 400 m. Auch wenn eine Geschwindigkeitsüberhöhung nach dem Start normal ist – weil ja oft im Training geübt (!) – sollte sie ihr „Tempogefühl“ bald zu „Ihrer“ Wettkampfzielgeschwindigkeit führen!

Foto: Helmut Schaake / DM 10.000 m Celle 2016 – Männerspitze.

 

 

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