„Gesunde Knochen ermüden nicht“ – Läuferrisiko Ermüdungsbruch

 

VERLETZUNGEN. Zu den unangenehmen z.T. langwierigen Läufer-Verletzungen gehören Ermüdungsbrüche im Bereich der unteren Extremitäten. Zwar verweist der auch bekannte Begriff Stressfraktur im Schien- und Wadenbein oder auch im Bereich des Mittelfußes gern auf Über- oder Fehlbelastungen durch Training und es gibt vielfältige meist länger andauernde Reparaturempfehlungen oder sogar Ruhigstellungen. In der Regel ist sie mit Lauf-Trainingsausfall verbunden. Die Aussage von Prof. Michael Ameling  (Uniklinik Hamburg – Eppendorf) „ein gesunder Knochen kann nicht ermüden“ macht die Praxis aber darauf aufmerksam das durch frühzeitige Vorsorge für alle Läufer – bevor 8 Wochen Pause notwendig werden – solche negativen Erfahrungen weitgehend auszuschließen sind.

 

Von Lothar Pöhlitz

Im Knochen ist Leben, ihre Dichte sichert ihre Stabilität, Trainingsbelastungen macht sie stärker. Die Osteoporose – ein Knochendichteverlust (die messbar ist) beginnt individuell unterschiedlich, Frauen früher als Männer – Knochen bauen ab wenn sie bereits früh immer weniger belastet werden – wenn Knochenauf- und -abbau nicht mehr in Balance oder sie unterversorgt sind. Obwohl Knochen ein Leben lang umgebaut und erneuert werden erhöht sich, nicht selten schon jenseits der 30 Jahre beginnend, auch durch Versäumnisse in der Ernährung oder Fußfehlstatiken die Gefahr von Knochenbrüchen. Die Knochendichte nimmt ab, der Knochen ermüdet und bricht schließlich. Ein wesentlicher Schlüssel ist dabei dass sich an feine Kollagenfäden offensichtlich nicht mehr ausreichend Kalziumphosphat anlagert. Eine u.a. Kalziumunterversorgung in der Ernährung macht diesen Schlüssel und damit die Knochenstabilität brüchig.

Trainer klären junge Läufer über optimale Ernährung auf
…und auch über Nahrungsergänzungsmittel

Um Medikamente möglichst außen vor zu lassen, sollte Traineraufgabe bereits im Nachwuchstraining sein, immer wieder auf die Bedeutung einer Qualitäts-Ernährung für junge Leistungssportler hinzuweisen. Aber auch für die ambitionierten Senioren wird die Gefahr eines Knochendichteverlustes von Jahr zu Jahr mehr. Praxiserfahrung ist, dass vor allem auch Eßstörungen mit Kalzium-Unterversorgung verbunden bei Mädchen und Jungen diese Problematik verstärken.

Kalziumhilfen bekommt man z.B. von Milchprodukten, grünem Gemüse und kalziumreichem Mineralwasser

Beraten sie sich frühzeitig mit dem Arzt ihres Vertrauens und leiten sie rechtzeitig Maßnahmen ein, wenn sie das Gefühl haben das ihre Läufer Betroffene sein könnten, auch um später im Hochleistungstraining auf Pillen dagegen verzichten zu können! Vermeiden sie auch in diesem Zusammenhang Extreme und verbessern lieber die Qualität ihrer Mischlost á la Mama bevor sie weiterhin zu den oft teuren und nicht immer sauberen Nahrungsergänzungsmitteln greifen.

 

Foto: thinkstock / lzf

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