Silvesterlauf: Werl-Soest Sieger spenden Prämie

SZENE. Der Silvesterlauf von Werl nach Soest über die Strecke von 15 km erfreut sich weiter großer Beliebtheit. Zur 37. Auflage dieser Traditionsveranstaltung erwartet Organisator Ingo Schaffranka 6.500 Läuferinnen und Läufer. „Damit liegen wir auf dem gleichen Niveau wie im Vorjahr. Wenn das Wetter mitspielt, und danach sieht es aus, werden wir uns am Veranstaltungstag sicherlich noch über viele Nachmeldungen freuen können“, zeigt sich Schaffranka optimistisch.

Favorit bei den Männern ist Amanal Petros (SV Brackwede), der im Vorjahr als souveräner Sieger in 45:51 min den Marktplatz in Soest erreichte. Wegen einer Handverletzung, die sich der letztjährige deutsche 10 km-Meister vor vier Monaten im Rahmen seiner Bundeswehrausbildung zuzog, konnte er erst vor sechs Wochen wieder mit dem Training beginnen. Der Heilungserfolg verzögerte sich, weil sich die Blessur zwischenzeitlich entzündete. „Es war für mich nicht einfach, nach einer so langen Pause das Training wieder aufzunehmen. Ich trainiere jetzt aber wieder hart, um möglichst schnell wieder an meine Leistungen anschließen zu können beziehungsweise diese im kommenden Jahr noch zu steigern“, betont der 23-jährige Sportsoldat, der 2019 für den TV Wattenscheid starten wird.

Nach seiner Zwangspause gelang Amanal Petros am 7. Dezember mit seinem Sieg beim Christkindllauf in Wiedenbrück in 31:29 min ein zufriedenstellender Neuanfang. Ein wesentlich größere Bewährungsprobe wird für ihn jedoch der Silvesterlauf sein, denn Jens Nerkamp (PSV Grün-Weiß Kassel), der in diesem Jahr Deutscher Vizemeister im Halbmarathon war, und Julius Scheer (TV Wattenscheid), der 2017 bei Werl/Soest in 46:12 Minuten den zweiten Platz belegte, hat er zwei starke Konkurrenten. Gute Chancen auf einen der vorderen Plätze haben auch Nils Voigt (LG Brillux Münster), Robiel Weldemichael (SuS Westenholz) und Torsten Graw.

Bei den Frauen ist Fabienne Amrhein (MTG Mannheim) klare Favoritin. Die diesjährige deutsche Marathonmeisterin benötigte im vergangenen Jahr für die 15 km lange Strecke 53:03 Minuten. Ihr am nächsten können zum Jahresausklang Sigrid Bühler (LAZ Puma Rhein Sieg) und Daniela Wurm (SG Wenden) kommen.

Die Felder bei den Männern und Frauen sind in diesem Jahr wesentlich besser besetzt als in der Vergangenheit, weil Organisator Ingo Schaffranka mit Laura Lienhart und Andreas Beulertz erstmalig zwei Mitarbeiter engagierte, die sich vornehmlich um die Verpflichtung von Top-Läuferinnen und -Läufern kümmerten. „Allerdings“, betont Schaffranka, „steht bei uns der Breitensport weiter im Fokus.“

Sieger werden Geldprämien spenden

Neben dem Sport spielt beim Silvesterlauf Werl/Soest, der der größte dieser Art in Deutschland ist, in diesem Jahr auch wieder der Wohltätigkeits-Gedanke eine wichtige Rolle. Neu ist, dass die Siegerin beziehungsweise der Sieger eine Prämie von jeweils 1.000 Euro erhalten. Dieses Geld werden beide für wohltätige Zwecke zur Verfügung stellen, wobei sie die Projekte selber bestimmen können. Zudem kommt ein Teil des Startgeldes aller Läuferinnen und Läufer der Stiftung „Gutes Erlaufen“ zugute. Nach 36 Läufen stehen inzwischen 1.333.543,84 Euro auf der Spendenuhr. (Text und Foto-Archiv: Matthias Behrens)

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*