Kolumne Menz: Die Midlifecrisis bei Männern im Ausdauersport

SZENE. Hallo liebe Männer, heute geht es um Euch und ja liebe Frauen, auch um Euch, denn Ihr seid meist die Begünstigten oder Leidtragenden von dem was eure Männer gerade fabrizieren. Die sogenannte Krise im mittleren Alter wird medizinisch sehr oft beschrieben – meist negativ. Es sind die Männer zwischen 40 und 50, die auf dem Kiecker sind. Was wird uns Alles vorgeworfen. Wir legen uns ja alle einen Sportwagen zu, um nach dem ganzen soliden Leben wieder wild, unvernünftig und verantwortungslos zu wirken. Ist Alles teuer aber – hey – man lebt ja nur einmal. Sport muss ja auch wieder sein, da der Körper sich verändert hat. Bauchansatz, Haarausfall und ständig miese Laune. Als, was tun? Ein cooles Sportoutfit wird gekauft, meist körperbetont und man setzt sich hohe Ziele – einen Marathon zum Beispiel. Wie geht der Mann Mitte 40 mit dem Thema Sport um und wer ist er überhaupt. Teilnehmerstatistiken zeigen es ja auch deutlich. Nicht nur in den letzten Jahren, sondern schon viel früher sind die Finisherzahlen in den AK- Bereichen ab M40 deutlich größer als in den Hauptklassen. Warum ist das so und wer tummelt sich dann in dieser Altersklasse.

Männertypologie

Da hätten wir zum einen den „Talentierten“. In der Jugend und der Hauptklasse war er ein Leistungsträger. Ambitioniert, talentiert und bereit, an die Grenzen und darüber hinaus zu gehen. Alles wurde dem Sport und seiner eigenen Leistung untergeordnet. Frage an euch: Ist das ein potentieller Kandidat für die „Sport-Midlifecrisis“? In der Regel nein. Warum? Er hat viele Jahre damit verbracht, Alles aus seinem Körper herauszuholen. Gute Beispiele sind Dieter Baumann, Stephan Freigang oder Rainer Wachenbrunner (falls Ihr die noch kennt). Habt Ihr später bei keiner AK-Meisterschaft gesehen. Nach so vielen Jahren ist der Hunger gestillt und er muss sich nichts mehr beweisen. Deutlich jenseits der 40 findet man ihn ab und an mal bei einem Volkslauf, aber ansonsten eher im Wald beim Abtrainieren oder um dem Kopf Luft zu verschaffen. Mehr nicht. Sportwagen oder junge Frauen? – Ja, vielleicht, ist aber nicht unser Thema.

Der nächste Kandidat ist der ehrgeizige, aber nicht ganz so talentierte Läufer. Was zeichnet ihn aus? Den Willen, etwas ganz Großes zu schaffen. Leider steht ihm seine Leistungsfähigkeit dabei im Weg. Ab der M40 hofft er auf ein Halten seiner Leistung, um dann in der nächsten AK Alles in Grund und Boden zu rennen. Zumindest in den ersten beiden Jahren der neuen Altersklasse. Dann schaltet er wieder zurück und wartet auf den nächsten Wechsel. Sportwagen oder junge Frauen? Wagen, warum nicht. Junge Frauen halten ihn nur vom Trainieren und Planen der nächsten AK ab. Von daher – eher nein. (alles weitere lest Ihr in der aktuellen Ausgabe 12/18 Eurer LAUFZEIT&CONDITION)

Foto: W. Weising

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