Luzernmarathon – ein beeindruckendes Lauferlebnis

Beim 12. SwissCityMarathon in Luzern am 28. Oktober waren die Resultate in den drei Hauptwettbewerben sicher nicht so hochkarätig, wie man sie von einer Veranstaltung dieser Größenordnung möglicherweise erwarten würde. Aber die Organisatoren hatten Spitzenzeiten von Anfang an nicht im Blick, sondern legten den Fokus auf den Breitensport – und das mit Erfolg. Der Luzern Marathon, wie er zu Beginn noch hieß, wurde 2007 die teilnehmerstärkste Debütlaufveranstaltung in der Schweiz, obwohl man als Termin jenes Datum auserkoren hatte, an welchem der längst etablierte Lausannemarathon stattfand. Wenige Jahre später eroberte der Halbmarathon die erste Position im Alpenland mit je über 6.000 Finishern. Insgesamt konnten 2018 über zehntausend erfolgreiche Zieleinläufe registriert werden.

Text: Michael Schardt und Foto: Thomas Linnemann

Im Marathon konnten sich zwei Eidgenossen mit persönlicher Bestzeit in die Siegerlisten eintragen: zum einen der erst 23-jährige Elias Gemperli aus Frauenfeld, der nach einem vierten Platz im Vorjahr nun in 2:27:52 h gewinnen konnte. Er sei sehr zufrieden mit dem Rennen, mega happy, gab er nach dem Lauf zu Protokoll, auch die Kälte habe ihm nichts ausgemacht. Aber zwischen km 30 und 35 habe er ein wenig gelitten, da sei er in ein kleines Tief geraten und habe kämpfen müssen, um das Tempo zu halten. Hinter Gemperli konnte sich der Deutsche Stefan Schmauder in 2:32:25 h Rang zwei sichern, nachdem er lange zusammen mit dem späteren dritten, (Philipp Arnold, 2:34:29 h) unterwegs gewesen war. Erst auf den letzten zehn Kilometer konnte sich dieser von jenem lösen.

Franziska Inauen konnte ihren 2017 gewonnenen Titel im Marathon in neuer persönlicher Bestzeit von 2:51:07 h verteidigen und nach ihrem Erfolg von 2014 bereits zum dritten Mal gewinnen. Die Lokalmatadorin aus Luzern gab nach ihrem Zieleinlauf zu Protokoll: „Es war wunderbar. Diese vielen Leute, diese Unterstützung auf der ganzen Strecke, diese Stimmung, einmal mehr einzigartig, berührend. Das hat Flügel verliehen.“ Ein starkes Rennen machte hinter Franziska Inauen Isabell Gindrat-Keller, die den Kontakt zur Siegerin nie ganz abreißen ließ und immer in Tuchfühlung blieb. Die 28-Jährige kam mit etwas mehr als einer Minute Rückstand in 2:52:09 h auf Rang zwei vor der Britin Jordan Foster in 2:58:36 h.

Alles weitere zum 12. SwissCityMarathon lest ihr in Eurer LAUFZEIT&CONDITION print

 

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