RheinEnergie Marathon Köln: Alina Reh auf Rekordjagd

SZENE. Da hätten wohl auch Tünnes und Schäl, die zwei legendären Figuren aus dem Hänneschen-Puppentheater in Köln Lust aufs Laufen bekommen und sich für den 22.RheinEnergie Marathon Köln angemeldet.  Denn alle in der Domstadt am Rhein wissen, wenn kaum Autos fahren und ganz  Köln ist auf den Beinen ist, dann ist der Marathon in der Stadt. Weit über 20.000 Läuferinnen und Läufer ließen es sich diesmal nicht nehmen die Millionenmetropole am Rhein einmal läuferisch zu entdecken. Knapp 12.000 davon finishten dabei alleine im Halbmarathon, der sich immer mehr zu einem Klassiker und Hingucker entwickelt. Und wer dabei sein wollte, für den hieß es früh aufstehen und sich Richtung Deutzer Bahnhof an die Startlinie zu begeben. Pünktlich um 8.30 Uhr knallten die Konfettikanonen für die schnellen Halbmarathonis. Mit ihrem Konzept schnelle deutsche Läufer nach Köln zu locken, hatten die Macher des RheinEnergie Marathons um Markus Frisch wieder Erfolg.

EIN ERFOLG MIT ANSAGE

Mit Ansage unterbot Deutschlands wohl größtes Langstreckentalent Alina Reh  (SSV Ulm) ihren bisherigen U23-Rekord aus dem Vorjahr und krönte ihren ersten Start in Köln gleich mit einem beindruckenden Start-Ziel-Sieg beim RheinEnergie Halbmarathon Köln. Die 21-Jährige lief von Beginn an ein beherztes und mutiges Rennen gegen die Uhr. Oft alleine im Wind stehend, krönte sich die Schwäbin sich zur „Halbmarathon-Queen“ von Köln. „Ich habe mich optimal vorbereitet und hatte extrem gute Beine“, frohlockte Reh nach dem Zieleinlauf. Sie nahm dabei ihrer Mitstreiterin Ümmü Kiraz (Ayyo Team Essen) vier Minuten ab und finishte in 1:09:29 h mit neuer Deutscher-U23-Bestzeit. Den dritten Podestplatz sicherte sich Debbie Schöneborn von der LG Nord Berlin knapp dahinter in 1:14:11 h.

ÜBERRASCHUNG BEI DEN MÄNNERN

Das Männerrennen im Halbmarathon dominierte über weite Strecken eine Dreiergruppe aus Karol Grunenberg (Schalke 04 Leichtathletik), Thorben Dietz (LG Filstal) und Erik Hille (LG TELIS FINANZ Regensburg), die sich bis in die Schlußphase des Rennens einen spannenden Kampf lieferten. Eingangs der Kölner Fußgängerzone sah es noch nach einem Erfolg von Thorben Dietz aus. Der gebürtige Dorstener hatte die Rechnung allerdings ohne Karol Grunenberg gemacht. Der Essener im Blau-Weißen Schalker Dress hatte das beste Finish und siegte in persönlicher Bestzeit von 1:05:20 h. Der favorisierte Dietz wurde Zweiter in 1:05:29 h, Hille ebenfalls in persönlicher Bestzeit 1:05:33 h Dritter. Der Sieg von Karol Grunenberg war selbst für Experten eine absolute Überraschung. Konnte er doch seine persönliche Bestzeitzeit um mehr als 2 Minuten steigern. „Mich hatte wohl niemand auf der Rechnung. Ich wusste selbst nicht, was ich drauf hatte und deshalb habe ich mich erst kurzfristig für einen Start in Köln entschieden“, konnte der Läufer aus dem Ruhrgebiet sein Glück kaum in Worte kleiden. Auch der Drittplazierte Erik Hille aus Regensburg war stolz auf seine Leistung. Hatte der Bajuware doch seine Bestzeit seit Jahresbeginn um über 6 Minuten verbessern können. Was für ein Quantensprung! Trainiert hatte Hille dabei überwiegend nach den Ratschlägen aus dem Buch „Trainingspraxis Laufen I“ des Autorenduos Lothar Pöhlitz und Jörg Valentin. (val)

Alles weitere zum Rheinenergie Marathon Köln lest ihr in der kommenden Ausgabe euerer LAUFZEIT&CONDITION

Foto: Jörg Valentin – Zieleinlauf von Alina Reh beim RheinEnergie Marathon Köln mit Halbmarathon U23-Rekord

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