EM: Speerwurf Doppelsieg für Röhler und Hofmann

SZENE. Gleich 4 Medaillen gab es bei den Leichtathletik-Europameisterschaften in Berlin für die deutsche Mannschaft zu feiern. Herausragend der Doppelsieg im Speerwurf der Männer von Olympiasieger Thomas Röhler (89,47 m) und Andreas Hofmann (87,60 m) dazu Platz 5 von Weltmeister Johannes Vetter (83,27 m). Da wollten die Leichtathletik-Damen des DLV nicht hintenan stehen. Im Hürdenlauf erreichten ebenfalls drei DLV-Starterinnen das Finale. Mit Platz 2 für die Wattenscheiderin Pamela Dutkiewicz (12,72 sec) und Bronze für Cindy Rohleder (12,77 sec) gab es überzeugende Vorstellungen. Dazu noch ein hervorragender 5. Platz von Newcomerin Ricarda Lobe in 13,00 sec. Lobe hatte schon im Semifinale mit einer neuen persönlichen Bestleistung von 12,90 sec aufhorchen lassen. Der Hürdenlauf entwickelt sich immer mehr zu einer Paradedisziplin der deutschen Leichtathletik.

Als einziger Wettbewerb aus dem Ausdauerbereich stand am Donnerstagabend der 3.000 m Hindernislauf der Männer auf dem Programm der Leichtathletik-EM. Trotzdem gebietet es die Fairness, dass wir zumindest kurz ein paar Worte zum Finale verlieren. Bei wiederum 29 Grad Temperatur ließen es die Athleten zu Beginn ruhig angehen. Ein reines Meisterschaftsrennen halt, bei dem die Zeiten unwichtig waren. Erst nach drei Runden übernahm der Italiener Yohanes Chiappinelli die Initiative. so dauerte es nicht lange, und das Feld wurde schnell auseinander gezogen. Erst in der vorletzten Runde setzte sich der Franzose Mahiedine Mekhissi-Benabbad resolut an die Spitze und verteidigte seinen Vorsprung bis ins Ziel. Der Europameister ist halt ein erfahrener Athlet, der stets weiß, was er zu tun hat. Die Silbermedaille erspurtete sich der Spanier Fernando Carro. Der Italiener Yohanes Chiappinelli wurde letztlich auch für seinen Mut mit der Bronzemedaille belohnt. Im Finale waren keine Deutschen vertreten. Der Deutsche Meister Martin Grau hatte im Vorlauf Pech als er am letzten Hindernis strauchelte und seine Hoffnungen  begraben musste. Der zweite deutsche Teilnehmer Johannes Matschmann (LG Nord Berlin) musste bei seinem ersten großen internationalen Auftritt noch Lehrgeld bezahlen und kam im Feld der Geschlagenen an. (Hubert Meisen/Jörg Valentin)

Das Finale über 3.000 m Hindernis bei den Männern. Foto: Petra Juretzki

Titel-Foto: dpa /Hendrik Schmidt / Thomas Röhler (89,47 m) und Andreas Hofmann (87,60 m) schreien ihre Freude über den Doppelsieg im Speerwurf bei der Leichtathletik-EM in Berlin in den Nachthimmel.

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