1. ZeroHungerRun in Köln mit über 1.000 Finishern

SZENE. Arnim Grothe, das 21-jährige Mittelstreckentalent (1.500 m) des USC Bochum, hat den ersten ZeroHungerRun in Köln über 10 km mit der formidablen Zeit von 33:29 min gewonnen. Dass er überhaupt bei der Premiere des Laufs in der Rheinmetropole dabei war, ist der Tatsache zu verdanken, dass er bei der Welthungerhilfe Deutschland sein Soziales Jahr absolvierte und mit seiner Teilnahme etwas zurückgeben wollte. Die Welthungerhilfe hat sich einem Ziel der Vereinten Nationen angeschlossen, den Hunger weltweit bis 2030 erfolgreich zu bekämpfen. Als eine der Initiativen, die zum Erfolg beitragen sollen, gründete sie eine Laufserie, die zuvor schon zwei Mal mit großem Erfolg in Bonn über die Bühne gegangen war und nun auch auf Köln ausgedehnt wurde. Statt eines Startgeldes wird eine Spende erhoben, die komplett in das Projekt „eine Welt ohne Hunger“ einfließt. Mit 1.117 Anmeldungen und 1003 Finishern sowie einer Gesamtspendensumme von 20.000 Euro wurden die kühnsten Erwartungen übertroffen. De Serie soll wohl auf weitere Standorte ausgeweitet werden.

Im Angebot dieses Charitylaufs waren zwei Distanzen: 5 und 10 km, die gemeinsam vom Kölner Erfolgsautor Frank Schätzing um 19 Uhr angeschossen wurden. Zu laufen war bei Temperaturen knapp unter dreißig Grad eine DLV-vermessene, leicht wellige Runde von 5 km-Länge durch den Kölner Stadtwald und um den Adenauerweiher, die die Zehner zweimal zu durchkreuzen hatten. Start und Ziel war hinter dem RheinEnergieStadion an den Jahnwiesen, wo in zahlreichen Zelten und Unterständen das logistische Equipment untergebracht war und Moderator Jochen Baumhof für fachkundige Informationen sorgte.

Sieger über 10 km: Arnim Grothe (USC Bochum)

Besagter Arnim Grothe, der mit einer 1.500 m-Zeit von 3:55 min ausgestattet ist, wie er kurz vor dem Start Baumhof ins Mikrofon bestätigte, startete nicht mal aus der ersten Reihe, legte dann aber ein so höllisches Tempo vor, dass er nach einer Runde als erster wieder unter dem Startbogen durchsauste, deutlich vor dem ersten Mann des 5-km-Laufs. Er sorgte nicht nur für die sportlich beste Leistung des Abends, sondern mit seiner Siegzeit von 33:29 min für ein sehr eindeutiges Ergebnis. Denn folgen konnte ihm keiner der Konkurrenten. Mit recht genau drei Minuten Rückstand wurde Laurids Breuer (M20) von den Fordrunners Köln in 36:28 min Vizemeister vor Niklas von der Assen (M30) von den Tei Runners in 38:38 min. Schon auf Rang fünf der Gesamtwertung lief die erste Frau ein. Das war Nadja Gaus (W35) vom ASV Köln in 39:29 min. Mit deutlichem Abstand folgten die vereinslose Gina Purschke (W35) in 41:47 min und Inlinerin Claudia Maria Henneken (W30, M&M Dauerlauf Verein) in 43:10 min. – Beim Jedermannslauf dominierte Hakim El Makrini (M40) vom Leichtathletikteam der Deutschen Sporthochschule in 17:24 min klar. Denis Kaczmarczyk (M20, o. V.) konnte sich in 18:13 den zweiten Platz sichern vor Thomas Schneider (M45) von der LG RWE Power in 18:29 min. Die drei schnellsten Frauen über 5 km belegten im Gesamtranking die Plätze fünf bis sieben. Schnellste war Sarah Valder (W20) von Bunert, dem Kölner Laufladen in 18:40 min. Sie hatte vor Wochenfrist beim Kölner Friedenslauf die 5 km gewonnen. Dahinter lief ihre Clubkameradin Claudia Schneider (W40) auf einen sicheren zweiten Platz (18:57 min). Dritte wurde Jule Hedwig (W20) von der SG Baden Karton in 19:19 min. Auch Alexandra Tiegel vom TV Refrath (W30) blieb als vierte noch unter zwanzig Minuten (19:48 min).

Insgesamt war der erste ZeroHungerRun atmosphärisch und sportlich ein voller Erfolg. Mit 46 % stellten die Frauen fast die Hälfte aller Teilnehmer. Bemerkenswert auch das Durchschnittsalter aller Akteure. Das lag nämlich bei sehr niedrigen 34 Jahren. Mit dem Lauf zeigte sich wieder einmal, dass Läufer – besonders die jungen und weiblichen – dem Charitygedanken sehr nahe stehen und dass die reiferen Jahrgänge nicht immer so präsent sind wie es wünschenswert wäre, wenn keine Altersklassenwertung vorgesehen ist. (Text und Fotos (2) Michael Schardt)

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